Belegarzt

Belegarzt

Belegarzt werden oder in die unbefristete Festanstellung bei Facharztvermittlung.de gehen

Es gibt für Ärzte viele verschiedene Arbeitsmodelle. Eins davon ist die Möglichkeit, als Belegarzt tätig zu werden. Dies ist der Fall, wenn ein bereits niedergelassener Arzt zusätzlich einige Betten in einem Krankenhaus mit seinen Patienten belegen darf. Ein Belegarzt hat das Anrecht, seine Patienten in diesen Belegbetten vollstationär oder teilstationär zu behandeln. Dabei darf der Belegarzt alle durch das Krankenhaus bereitgestellten Dienste, Einrichtungen und Mittel verwenden.

Dabei arbeitet der Belegarzt zwar im Krankenhaus, wird aber nicht durch dieses bezahlt. Stattdessen rechnet der Belegarzt seine Leistungen nach dem sogenannten Einheitlichen Bewertungsmaßstab zulasten der Gesamtvergütung mit seiner Kassenärztlichen Vereinigung ab. Um als Belegarzt tätig zu werden ist zunächst die Erlaubnis des jeweiligen Krankenhauses notwendig. Weiterhin muss, wer als Belegarzt arbeiten will, durch die Kassenärztliche Vereinigung als ein solcher anerkannt worden sein.  

Seit dem Jahr 2005 gilt es, für Belegpatienten gesonderte Fallpauschalen und Zusatzentgelte zu vereinbaren. Belegärzte tragen dazu bei, die ambulante und stationäre Versorgung von Patienten besser zu verzahnen. So werden als Nebeneffekt Kosten eingespart, da überflüssige Mehrfachuntersuchungen entfallen. Ähnlich wie Belegärzte gibt es zudem Beleghebammen.

Das Tätigkeitsfeld eines Belegarztes

Wer in Deutschland als Belegarzt tätig ist, muss noch mehr Leidenschaft für seinen Beruf aufbringen, als er dies ohnehin schon tut. Während das Belegarzt-System zum Beispiel in den USA oder der Schweiz Standard ist, führt es in Deutschland ein Nischen-Dasein. Einer der wichtigsten Gründe dafür dürfte die Bezahlung sein. So verdienen Belegärzte zum Teil bis zu 50 Prozent weniger als angestellte Kollegen desselben Fachbereichs.

Dies ist einer der Gründe für die sinkende Zahl der Belegärzte. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) sank die Zahl der Belegärzte zwischen 2009 und 2018 um 21,9 Prozent auf nur noch 4.599. Vornehmlich seien es noch Vertreter der Fachrichtungen Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Orthopädie und Frauenheilkunde, die als Belegärzte tätig seien. Im selben Zeitraum habe sich überdies auch die Anzahl der belegärztlichen Behandlungen fast halbiert.

Da aber das System Belegarzt eine eigentlich hervorragende Lösung für einen nahtloseren Übergang zwischen Praxis und Krankenhaus sorgen könnte, ist die Politik an einer Lösung interessiert und hat eine Arbeitsgruppe zum Belegarzt-System gebildet. Sie hat zum Ziel, in der Zukunft einen gemeinsamen fachärztlichen Versorgungsbereich zu definieren, der unter anderem einheitlich vergütet wird. Demnach sollen die medizinischen Leistungen dort erbracht werden, wo es qualitativ und ökonomisch am sinnvollsten erscheint. Diese Forderung könne durch Belegärzte gut erfüllt werden. Laut Gesundheitsministerium seien die Arbeiten der Gruppe jedoch noch nicht abgeschlossen.

Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Belegärzte jedoch ist selbst auch praktisch als Belegarzt tätig und halte dieses System für die idealtypische Versorgung aus erster Hand. Vor allem sei die Behandlung durch einen Belegarzt sinnvoll für Patienten, wenn sie wohnortnah erfolgen könne und wenn die Patienten ohnehin einer weiteren Behandlung im Krankenhaus bedürften, so der Vorsitzende. Weiterhin gäbe es weder Informationsverluste noch Doppelbehandlungen.  

Hohe Arbeitsbelastung der Belegärzte

Neben der eher dürftigen Bezahlung von Belegärzten stehen sie auch einer hohen Arbeitsbelastung gegenüber. Denn von Belegärzten wird erwartet, dass sie zusätzlich zu ihrer Tätigkeit in der Praxis im Krankenhaus präsent sind, da ihre Patienten eine dortige Notfallbehandlung erwarten. Dieser hohe Einsatz entspricht vor allem nicht mehr dem Bedürfnis nach Work-Life-Balance, das vor allem junge Ärzte mitbringen.

Kritiker bemängeln grundsätzlich am Belegarztwesen außerdem, dass der Belegarzt sich seine Patienten selbst einweise. Dieser Vorwurf beruhe aber auf veralteten Strukturen, in denen der Belegarzt heute nicht mehr steckt. Denn heute seien im Gegensatz zum früheren Einzelkämpfer-Dasein von Belegärzten kooperative Belegarztstrukturen üblich, sodass die Patientenversorgung der Belegpatienten jederzeit gleichwertig sichergestellt sei.

Der Bundesverband der Belegärzte hat bereits einige Vorschläge zur Optimierung des Belegarztwesens eingebracht. So könne vor allem eine Reform des Vergütungssystems Abhilfe schaffen. Ebenso wie ein Rollenwechsel des Belegarztes zu einem Kooperationsarzt, der sowohl im Krankenhaus als auch ambulant als ein Vertragsarzt auftritt. Die Zukunft des Belegarztmodells sei überdies dadurch gesichert, dass es absolut rechtskonform sei. Demnach steht auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) dem Thema Belegarzt offen gegenüber.

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