Bedarfsplanung

Bedarfsplanung

Bedarfsplanung kennen und passende Jobangebote von Facharztvermittlung.de einholen

Niedergelassene Ärzte stellen mit ihren Praxen die ambulante Versorgung der Menschen sicher. Doch sie können nicht, wie es etwa bei Unternehmen der freien Wirtschaft der Fall ist, nach Belieben Praxen eröffnen. Denn Gründungen bewegen sich immer im Rahmen der sogenannten Bedarfsplanung. Mit ihr regelt die Kassenärztliche Vereinigung die Verteilung der Arztpraxen bundesweit und in einer Region.

Die Bedarfsplanung stellt so sicher, dass die vertragsärztliche Versorgung flächendeckend und wohnortnah stattfindet. Zeitgleich soll mit der Bedarfsplanung eine Fehlversorgung vermieden werden. Die wäre zum Beispiel eine medizinische Versorgung durch Behandlungen, die nicht fachgerecht durchgeführt wurden, weil kein entsprechender Facharzt verfügbar ist.

Die Bedarfsplanung muss allen Ärzten, die mit dem Gedanken an eine Niederlassung spielen, sicher geläufig sein. Ärzte, die sich nach einer Festanstellung umsehen, sollten den Begriff wenigstens schon einmal gehört haben. Denn dann sind sie gut vorbereitet, wenn sie zum Beispiel eine Stelle in einer neu gegründeten Arztpraxis antreten möchten – die sie möglicherweise über Facharztvermittlung.de gefunden haben. Denn Assistenzärzte, Ärzte, Fachärzte, Oberärzte oder Chefärzte finden die besten Jobs für sie und ihre Karriere bei Facharztvermittlung.de, dem Personalvermittler speziell für Ärzte.

Die Bedarfsplanung und die Planungsbereiche

Grundsätzlich müssen Ärzte oder Psychotherapeuten, die vorhaben, gesetzlich versicherte Patienten ambulant zu behandeln, zunächst einen freien Arztsitz finden. In diesem Zusammenhang spielt die Bedarfsplanung eine wortwörtlich entscheidende Rolle. Denn sie legt fest, ob es sich jeweils um einen offenen oder einen gesperrten Planungsbereich handelt. Welcher von beiden zutrifft, hängt davon ab, wie es um den Versorgungsgrad einer Fachgruppe in einer Planungsregion bestellt ist. So wird gesperrt, sobald ein Versorgungsgrad von 110 Prozent erreicht wurde.

Wenn Ärzte oder Psychotherapeuten sich in einem gemäß Bedarfsplanung offenen Planungsbereich niederlassen wollen, haben sie eigentlich freie Bahn. Sie müssen nicht warten, bis eine Praxis frei wird, um ihre Zulassung zur vertragsärztlichen Versorgung zu erhalten. Stattdessen können sie einfach wählen, ob sie eine neue Praxis gründen, eine alte übernehmen oder aber in eine Gemeinschaftspraxis einsteigen möchten.

Wer sich hingegen in einem Planungsbereich niederlassen möchte, der gemäß Bedarfsplanung gesperrt ist, muss einiges beachten. Zum Beispiel kann ein Arzt dort nur dann eine neue Praxis gründen, wenn ein anderer niedergelassener Arzt der jeweiligen Fachgruppe seine Zulassung zurückgibt.  

Die Bedarfsplanung hat mehrere Ebenen

Die Bedarfsplanung bewegt sich auf der Bundesebene, der Landesebene und der lokalen Ebene. Auf der Bundesebene wird eine übergeordnete Bedarfsplanungs-Richtlinie festgelegt. Sie besteht aus den Verhältniszahlen, den Versorgungsebenen und Arztgruppen, der Planungssystematik und den Versorgungsgraden.

Für die Landesebene erstellen die jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigungen im Einvernehmen mit den Landesverbänden der Kranken- und Ersatzkassen den regionalen Bedarfsplan. Dieser beschreibt, analysiert und dokumentiert die aktuelle Versorgungssituation und setzt die bundesweiten Vorgaben um.  

Auf der lokalen Ebene der Bedarfsplanung können die Zulassungsausschüsse in Einzelfällen auch in gesperrten Bereichen weitere Zulassungen genehmigen. Die Zulassungsausschüsse gehören den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Landesverbänden der Krankenkassen und Ersatzkassen an. In den Zulassungsausschüssen haben Patientenvertreter ein Mitspracherecht. Weiterhin sind sie paritätisch mit Vertretern der Ärzte und Krankenkassen besetzt.

Die Verhältniszahlen als Steuerungsinstrument der Bedarfsplanung

Die Verhältniszahlen sind maßgeblich für die Bedarfsplanung: Denn sie beschreiben das Soll-Versorgungsniveau anhand der Einwohnerzahl pro Arzt der jeweiligen Arztgruppe. Der Gesetzgeber hat sie bei Einführung der Bedarfsplanung festgelegt – basierend auf einem historischen Stichtag, an dem das Versorgungsniveau als angemessen galt. Dies war zugleich für die meisten Arztgruppen der Stichtag der Einführung der Bedarfsplanung.

Die Bedarfsplanung passt die Verhältniszahlen ab 2019 anhand der demografischen Entwicklung alle zwei Jahre an. Zudem spielen die jeweils aktuelle Einwohnerzahl sowie die regionale Morbiditätsstruktur als Korrekturfaktoren für die Bedarfsplanung eine Rolle. So wird das Versorgungsniveau eines jeden Planungsbereiches kontinuierlich fortgeschrieben.

Eine Planungsgrundlage bildet weiterhin die Einteilung in Versorgungsebenen und Arztgruppen. Jede Arztgruppe ist einer der vier Versorgungsebenen zugeordnet. Es handelt sich um die hausärztliche Versorgung, die allgemeine fachärztliche Versorgung, die spezialisierte fachärztliche Versorgung und die gesonderte fachärztliche Versorgung.  

Diese Arztgruppen werden in der Bedarfsplanung in unterschiedlicher räumlicher Auflösung beplant. Die Hausarztsitze werden am kleinräumigsten eingeplant, weil sie immer so wohnortnah wie möglich erreichbar sein sollen. Für die allgemeine fachärztliche Versorgung, etwa Hautärzte oder Augenärzte, entspricht der Planungsmaßstab Kreisen oder kreisfreien Städten. Die spezialisierte fachärztliche Versorgung, mit beispielsweise Radiologen oder Anästhesisten, sieht vor, mit einem Arzt eine Region von etwa vier Kreisen abzudecken. Ärzte, die zur gesonderten fachärztlichen Versorgung zählen, wie etwa Nuklearmediziner, Pathologen oder Humangenetiker müssen nicht patientennah angesiedelt sein, sodass die Bedarfsplanung hier nur je einen Sitz pro Planungsgebiet einer Kassenärztlichen Vereinigung vorsieht.

Bedarfsplanung hin oder her: Der Bedarf an Fachärzten ist da und Facharztvermittlung.de vermittelt die Traumjobs

Für Ärzte ist es wichtig, die Bedarfsplanung im Blick zu behalten, um in etwa die Möglichkeiten für ihren Fachbereich im Blick zu haben. Diese Informationen erhalten qualifizierte Ärzte jedoch auch dann, wenn sie sich für die kostenfreie Zusammenarbeit mit Facharztvermittlung.de entscheiden. Denn der auf Ärzte spezialisierte Personalvermittler arbeitet eng mit Top-Klinikträgern oder namhaften Praxen und medizinischen Versorgungszentren zusammen. Daher kann Facharztvermittlung.de jederzeit spannende und teils unveröffentlichte Jobs an Karriere-freudige Ärzte jeder Fachrichtung vermitteln.

Lassen Sie sich dahin vermitteln, wo der Bedarf an Ihren herausragenden Skills am größten ist – schicken Sie uns schnell Ihre Bewerbungsunterlagen.

In welcher Position möchten Sie Karriere machen?